Mit internationaler Beteiligung wurde am 26. November 2014 das Projekt FORTE CULTURA mit der Abschlussveranstaltung in Kostrzyn nad Odra erfolgreich beendet. Während der zweitägigen Konferenz wurden die wichtigsten Ergebnisse der Projektarbeitspakete vorgestellt. Diese sind die Gründung des Vereins “FORTS-2-MARKET”, die Ausarbeitung des Handbuchs “Kapitalisierung des befestigten Erbes” und von Werkzeugen für ein effektives E-Marketing, die Ausarbeitung der Kulturroute FORTE CULTURA, Clusterbildung von regionalen Netzwerken, die Ausarbeitung und Beschreibung von mehr als 40 Reisetouren zwischen dem befestigten Erbe, mehrere internationale Konferenzen, darunter die Dritte Internationale Konferenz über befestigte Idealstädte, eine Reiseausstellung, ein farbig gedruckter Reiseführer, zwei Datenbanken und ein Handbuch typischer historischer Technologien von Festungsbauten, zwei Internetplattformen und einige Merchandising-Produkte.
In seiner Begrüßungsrede erklärte der Bürgermeister der federführenden Stadt Kostrzyn nad Odra, dass das Ziel des Projekts darin bestehe, verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das befestigte Kulturerbe für die nachhaltige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit von Städten und Regionen genutzt werden kann (Download der PDF-Datei in Englisch, Deutsch, Polnisch - 1 MB).
Vertreter der Europäischen Union wie das Gemeinsame Technische Sekretariat in Wien und der Begleitausschuss bestätigten erneut das große Potential des europäischen Erbes an befestigten Denkmälern. Eine weitere Förderung und Unterstützung von FORTE CULTURA scheint möglich. Joseph Spiteri, Präsident der “European Walled Towns”, drückte in einem Grußwort die besten Wünsche für die weitere Entwicklung der Kulturroute aus und hofft auf eine gute Zusammenarbeit zwischen beiden Verbänden. Wörtlich schrieb er: “Ich bin mir sicher, dass Sie alle mit mir darin übereinstimmen, dass unser kulturelles und historisches Erbe, das uns auch unsere eigene und europäische Identität verleiht, einen großen Wert für unsere Städte darstellt. Deshalb sollte sich jede Stadt und jede Gemeinde darum bemühen, ein Bewusstsein für unser kulturelles und historisches Erbe zu schaffen, und zwar innerhalb unserer eigenen Gemeinschaften, insbesondere bei unseren jüngeren Generationen, und auch auf europäischer Ebene. In der Vergangenheit dienten unsere Mauern, Befestigungen und Festungen der Verteidigung unserer Städte und Gemeinden. Heute, in der modernen Welt, sind dieselben Mauern, Befestigungen und Festungen ein wirtschaftliches Instrument, das unseren Gemeinden und Europa zugute kommt.”
Zwei Workshops befassten sich mit der Entwicklung neuer touristischer Reiseprogramme in der Kulturroute FORTE CULTURA und der Einbindung neuer interessanter Festungsanlagen, sowie mit dem kreativen Festungsmarketing mit innovativen Marketinginstrumenten. Zum Abschluss der Konferenz zeigten ausländische Referenten weitere touristische Potenziale anderer Festungsanlagen auf, wie in Przemysl und Torun / Polen, Pamplona / Spanien und der Provinz Namur / Belgien. Auch die Ergebnisse parallel laufender EU-Projekte, wie HerMan, FORTIUS und AT Fort, konnten vorgestellt werden. Der stellvertretende Direktor des Europäischen Instituts für Kulturwege in Luxemburg bestätigte den richtigen Weg von FORTE CULTURA und zeigte Zukunftsperspektiven auf.
Gruppenfoto mit Projektteilnehmern von FORTE CULTURA. Foto: H.-R. Neumann
Zum Abschluss der Konferenz hatte ein Teil der Teilnehmer die Gelegenheit, die neue Ausstellung über die Festung Kostrzyn in der Bastion Philipp zu besuchen. Foto: H.-R. Neumann


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