FORTE CULTURA Kongress 2026, La Línea de la Concepción (ES)
21. April – 24. April MESZ
“Von Cádiz nach Europa: Festungsanlagen und nachhaltiger Tourismus”

- FORTE CULTURA Generalversammlung 2026
- FORTE CULTURA Kongress 2026 “Von Cádiz nach Europa: Festungsanlagen und nachhaltiger Tourismus”
- Ausflüge nach La Línea de la Concepción, Cádiz, Tarifa und wahrscheinlich Gibraltar
- Austausch und Zusammenkunft
Kontext und Motivation
Das europäische befestigte Erbe wird zunehmend nicht nur als Zeugnis der gemeinsamen Geschichte, sondern auch als strategische Ressource für eine nachhaltige territoriale Entwicklung anerkannt. Insbesondere in Grenzregionen verkörpern Festungsanlagen vielschichtige Identitäten, Militärgeschichten und langjährige Interaktionen zwischen Gemeinschaften, Staaten und Kulturen. La Línea de la Concepción, am südlichen Tor Europas gelegen und in direktem Dialog mit Gibraltar, Marokko und dem breiteren mediterranen Kontext, bietet ein äußerst relevantes Umfeld, um über die zeitgenössische Rolle von Festungen nachzudenken. Die Verteidigungsanlagen veranschaulichen, wie die Militärarchitektur Landschaften, Stadtentwicklung und grenzüberschreitende Beziehungen geprägt hat. Heute werfen diese Anlagen wichtige Fragen in Bezug auf Governance, Zusammenarbeit, Integration und nachhaltige Tourismusentwicklung auf.
Der FORTE CULTURA Kongress 2026 baut auf den Ergebnissen der vorangegangenen Ausgaben auf und positioniert sich in einer breiteren europäischen Perspektive. Er soll erforschen, wie das befestigte Kulturerbe als Plattform für die Vernetzung und Zusammenarbeit über Regionen und Grenzen hinweg fungieren kann, und gleichzeitig die Rolle der Gemeinschaften und der Interpretation bei der Gestaltung sinnvoller, nachhaltiger Besuchererfahrungen stärken.
Festungsanlagen, Netzwerke und europäische Kulturrouten
Vernetzung und kritische Masse sind strategische Prioritäten für FORTE CULTURA. Isolierte Standorte, ungeachtet ihres individuellen Wertes, haben Schwierigkeiten, die Herausforderungen der Gegenwart allein zu bewältigen. Netzwerke, Cluster und europäische Rahmenwerke bieten ein skalierbares und widerstandsfähiges Modell. In diesem Zusammenhang wird der Kongress die Bedeutung der Kulturstraßen des Europarates als operativen Rahmen für Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Sichtbarkeit hervorheben. Das befestigte Kulturerbe, das von Natur aus grenzüberschreitend ist, eignet sich besonders für grenzüberschreitende Erzählungen und gemeinsame thematische Ansätze. Regionale Netzwerke und grenzüberschreitende Cluster werden als Instrumente erörtert, um:
- gemeinsame Werte in Bezug auf Demokratie, Frieden und kulturelle Vielfalt zu artikulieren.
- Stärkung der institutionellen Zusammenarbeit,
- den Zugang zu europäischen Finanzmitteln zu verbessern,
- kohärente Tourismusprodukte zu entwickeln und
- gemeinsame Werte in Bezug auf Demokratie, Frieden und kulturelle Vielfalt zu artikulieren.
Ziele des Kongresses
Der FORTE CULTURA Kongress 2026 hat folgende Ziele:
- Austausch von Methoden und Praktiken im Zusammenhang mit kreativem Tourismus und partizipativen
Ansätze an befestigten Standorten. - Stärkung der strategischen Rolle von Netzwerken und Clustern für die nachhaltige Entwicklung
des befestigten Erbes. - Untersuchung der Beteiligung und Einbeziehung der Gemeinschaft als Voraussetzung für nachhaltige
Tourismusstrategien. - Positionierung der Interpretation des kulturellen Erbes als wichtige Triebkraft für Bildung, Bewusstsein und langfristige
Wertschöpfung.
Hauptthemen und Sitzungen
Der Kongress wird sich mit den folgenden, miteinander verbundenen Themen befassen:
- Netzwerke, Cluster und Governance-Modelle
Institutionelle Rahmenbedingungen und Governance-Strukturen, die eine Zusammenarbeit auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene ermöglichen. - Festungsanlagen und nachhaltiger Kulturtourismus
Entwicklung von Tourismusmodellen, die die Tragfähigkeit, die Authentizität und die lokale Identität berücksichtigen. - Kulturerbe-Interpretation als strategisches Instrument
Interpretation als Brücke zwischen dem Kulturerbe, den Gemeinden und den Besuchern, mit dem Schwerpunkt auf Bildung, Bewusstseinsbildung und innovativen Lehrmethoden. - Bürgerschaftliches Engagement und Inklusion
Partizipatorische Ansätze, die lokale Gemeinschaften, Schulen, Vereine und kreative Akteure in die Lage versetzen, Tourismusgeschichten zu gestalten. - Kreativer Tourismus und erlebnisorientierte Modelle
Von der passiven Besichtigung zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Kulturerbe durch Kreativität und Mitgestaltung.
Erwartete Ergebnisse
Vom Kongress wird erwartet, dass er die Erwartungen erfüllt:
- Ein gemeinsames Verständnis der Interpretation des kulturellen Erbes als Eckpfeiler eines nachhaltigen Tourismus in Festungsanlagen.
- Konkrete Beispiele für grenzüberschreitende und regionale Zusammenarbeit in ganz Europa.
- Strategische Beiträge zur Unterstützung der langfristigen Ziele von FORTE CULTURA, einschließlich europäischer Zertifizierungsprozesse und Projektentwicklung.
- Verstärkte Verbindungen zwischen FORTE CULTURA-Mitgliedern, Kulturrouten und Partnerinstitutionen.
Schwerpunkt auf Bildung, Sensibilisierung und partizipativen Ansätzen
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf bildungsorientierte Praktiken gelegt, darunter:
- innovative Lehrmethoden im Zusammenhang mit dem befestigten Kulturerbe,
- Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und Ausbildungseinrichtungen,
- Interpretationswerkzeuge für unterschiedliche Zielgruppen und integrative Erzählungen.
Dieser Ansatz stärkt die Vorstellung von befestigten Stätten als lebendige kulturelle Infrastrukturen und nicht als statische Monumente.
Teilnehmer und Stakeholder
Der Kongress bringt zusammen:
- Gemeinschaftsorganisationen, Kreative und Akteure der Zivilgesellschaft.
- Verwalter und Fachleute von befestigten Kulturerbestätten,
- Lokale und regionale Behörden,
- Kulturrouten und europäische Netzwerke,
- Forscher, Pädagogen und Dolmetscher,
- Gemeinschaftsorganisationen, Kreative und Akteure der Zivilgesellschaft.
Schlussfolgerung
Der FORTE CULTURA Kongress 2026 in La Línea de la Concepción zielt darauf ab, lokale Realitäten mit einer breiteren europäischen Vision zu verbinden. Durch die Konzentration auf Netzwerke, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Interpretation des Kulturerbes wird der Kongress das befestigte Kulturerbe als strategisches Gut für nachhaltigen Tourismus, gesellschaftliches Engagement und europäischen Zusammenhalt bekräftigen. Von La Línea bis Europa werden Festungsanlagen nicht nur zu Zeugen der Vergangenheit, sondern tragen aktiv zu einer integrativeren, informierten und nachhaltigen Zukunft bei.
Vorläufiges Programm
Dienstag, 21. April
Veranstaltungsort: Kongresszentrum & Hotel “Ohtels Campo de Gibraltar”, Av. Príncipe de Asturias, 11300 La Línea de la Concepción
09.30 FORTE CUTURA Generalversammlung 2025 (für Mitglieder und geladene Gäste)
14.00 Mittagessen
16,00 Besuche vor Ort in La Línea de la Concepción
16.00 Workshop FORTE CULTURA Festungsrouten Andalusien (für regionale Interessenvertreter)
20.00 Abendessen
Mittwoch, 22. April
Veranstaltungsort: Kongresszentrum & Hotel “Ohtels Campo de Gibraltar”, Av. Príncipe de Asturias, 11300 La Línea de la Concepción
09.00 FORTE CULTURA Kongress 2026
14.00 Mittagessen
16.00 FORTE CULTURA Kongress 2026
20.00 Offizielles Abendessen
Donnerstag, 23. April
Exkursionen
08.30 Bustransfer nach Cádiz
10.00 Castillo de San Sebastian, Cádiz
12.30 Mittagessen
14.00 Castillo de Santa Catalina, Cádiz
15.30 Bustransfer nach Tarifa
17.00 Isla de Tarifa (oder Castillo de Guzman el Bueno)
19.30 Abendessen in Tarifa
22.00 Bustransfer nach La Línea de la Concepción
Freitag, 24. April
Exkursionen (noch nicht festgelegt, wahrscheinlich Gibraltar, alternativ Campo de Gibraltar)
